RAL-GZ 719 Norm: Gütesicherung und Fertigungsrichtlinien für Gewebekompensatoren
Gütegemeinschaft Weichstoff-Kompensatoren e.V. Vorschriften, Temperaturklassen & Prüfverfahren
BundleTec Technische Standards
RAL-GZ 719 (Gütegemeinschaft Weichstoff-Kompensatoren e.V.) ist der führende europäische Qualitätsstandard zur Definition von Werkstoffklassen, Dichtheitsprüfungen mittels Helium und mechanischer Festigkeit für nichtmetallische Weichstoffkompensatoren.
RAL-GZ 719 Temperaturgruppen (Gruppe 1 bis 5: 100°C bis 1000°C)
Das Kernstück der RAL-GZ 719 ist die Einteilung in 5 kontinuierliche Betriebstemperaturgruppen mit präzisen Werkstoffvorgaben:
Helium-Leckagerate Prüfmethodik (Q ≤ 1×10⁻³ mbar·l/(s·m))
Gemäß RAL-GZ 719 Abschnitt 4.3 werden Gewebekompensatoren für toxische oder saure Rauchgase einer Helium-Massenspektrometrie-Dichtheitsprüfung unterzogen. Die maximal zulässige Leckagerate beträgt:
Q = (V · Δp) / (Δt · L_seam) ≤ 1.0 × 10⁻³ [mbar · l / (s · m)] DIN EN ISO 13934-1: F_max ≥ 4000 N / 50 mm Joint/Seam Efficiency: η_seam ≥ 0.85 · F_max
Mechanische Zugfestigkeitsprüfung (DIN EN ISO 13934-1)
Trägergewebe müssen im Streifenzugversuch nach DIN EN ISO 13934-1 eine Mindestzugfestigkeit von ≥ 4000 N / 50 mm in Kette und Schuss aufweisen. Schweiß- und Nähnähte müssen mindestens 85 % der Gewebereißkraft erreichen.
Bauformen: Typ 1 (Bandform) und Typ 2 (U-Form / Flanschform)
RAL-GZ 719 unterscheidet Bauform Typ 1 (flaches Band mit Klemmschienen) und Typ 2 (vulkanisierte oder genähte Flansche). Bei Gasgeschwindigkeiten v > 10 m/s sind innere Leitbleche und Isolierkissen vorgeschrieben.
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